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Abarth Punto Evo (Testbericht)
Von: Martin Stoiber
Datum: 03.04.2012
Interesse: Auto

Was passiert, wenn man einem langweiligen Frauenauto einen dicken Turbo und ordentlich Kriegsbemalung (in Form von auffälligem Spoilerwerk und noch auffälligeren Felgen) verpasst? Man erlebt die Verwandlung eines putzigen Stadtflitzers in ein Männerspielzeug.

Genau das hat Fiat mit dem Abarth Punto Evo geschafft. Ich bin absolut kein Fiat Fan. Doch als ich mich bei der Wiener Automesse zufällig in die Fiat Abteilung verirrt hatte erblickte ich diese geniale Fahrmaschine. Dieses Messer auf vier Rädern. Diese kleine getunte Karre, die sagte: „Martin, kauf mich“.
Ich hab mich natürlich gleich reingesetzt und ein bisschen mit der Schaltung und den lustigen Tasten und Hebelchen rumgespielt. Da fragt mich doch ne nette „Fiat Dame“ am Beifahrersitz, ob ich den Evo nicht mal probefahren will.

Und da stand ich jetzt. Zwei Monate später. 10 Grad, bewölkt und windig. Scheiß Wetter, aber das war mir egal. Nach ein bisschen Papierkram durfte ich endlich auf die Straße. Eine beliebte Motorradstraße im Wienerwald (Dopplerhütte, für die Wissenden).

Schon beim ersten Tritt aufs rechte Pedal fällt auf, dass sich die 1,4 Liter Maschine um einiges größer anhört (fühlt). Der kleine Handmixer unter der Haube verwandelt 95 Oktan Super gekonnt in Vortrieb und rauen Sound. Und das auch noch effizient. Die Werksangabe von 6 Litern schafft man zwar kaum. Doch liegt der „echte“ Verbrauch bei anständigen 7-8 Litern.
Der Motor hängt gut am Gas und hat überraschenderweise (im Sportmodus „S“) kein spürbares Turboloch. Laut Werksangaben leistet der Kleine 165PS, die den Punto in unter 8 Sekunden auf 100 beschleunigen und erst bei 213km/h den Kampf gegen den Luftwiderstand verlieren. Die 6 Gänge lassen sich hurtig sortieren und die Kupplung ist für meinen Geschmack genau richtig.

Das Fahrwerk ist im Gegensatz zu seinem braven Bruder deutlich straffer und härter aber gerade noch alltagstauglich. Der Wagen liegt schön tief und hat dank TTC (Torque Transfer Control) keine Probleme die Kraft auf die Straße zu bringen. Ich hab es zwar nicht provoziert aber die Räder sind kein einziges Mal durchgegangen.

Im Innenraum gibt es edle Sportsitze die einen ordentlich in die Zange nehmen. Übergewicht sollte man aber nicht haben. Das Lenkrad und der Schalthebel fühlen sich wertig an. Der Rest weniger. Aber das ist egal, der Wagen hat Charakter und man verzeiht ihm so einiges.

Vorne gibt es ausreichend Platz, in der hinteren Reihe finden nur Kinder, Kleinwüchsige und Beinamputierte Platz. Der Kofferraum ist ausreichend groß. Man sitzt ja in einem kleinen Sportflitzer und nicht in einem Kombi.
Zusammenfassend kann man sagen, der Abrth Punto Evo ist ein kleiner Rennzwerg für den Alltag. Alles was man zum sportlichen Kurvenräubern braucht kommt von Abarth, ist wertig und erfüllt seinen Zweck. Der Rest ist Großserientechnik von Fiat. Und darum gibt es den flotten Italiener schon zum Kampfpreis von rund 20.000€.


Alle technischen Daten gibts hier:
http://www.abarth.at/at/CMSDE/CarsElaborations/Pages/AbarthPuntoEvo.aspx

Das Auto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Motor Village Austria
itsgre.at (19)    


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